Schöpfungszeit

Informationen zur Schöpfungszeit (1.09. - 4.10.) und zum Schöpfungstag (1. Sept.)

Der »Ökumen. Tag der Schöpfung« findet am ersten Freitag der Schöpfungszeit statt, mit einer gemeinsamen Feier
an einem zentralen Ort (in diesem Jahr 6. September 2023).

s. www.schöpfungstag.info

"Der ökumenische Thron der orthodoxen Kirche nimmt mit Bestürzung zur Kenntnis, wie rücksichtslos und unbarmherzig heute die natürliche Umwelt durch Menschenhände zerstört wird und welch höchst gefährliche Folgen dies für das Überleben der von Gott geschaffenen Welt hat."

Mit diesen Worten erklärte der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Dimitrios I., in einer von ihm verfassten Enzyklika im Jahre 1989 den 1. September zum „Tag der Bewahrung der natürlichen Umwelt" (bzw. Tag der Schöpfung) und rief zum Gebet für die Schöpfung auf. Über die 2. Europäische Ökumenische Versammlung 1997 in Graz, die „Charta Oecumenica" (Leitlinie 9) der Kirchen von 2001 und eine Empfehlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) von 2002 entwickelte sich dieser Gedanke weiter. In der Schlussbotschaft der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung von Sibiu im September 2007 heißt es dann sehr konkret in der Empfehlung Nr. 10: „Wir empfehlen, dass der Zeitraum zwischen dem 1. September und 4. Oktober dem Gebet für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gewidmet wird, um den Klimawandel aufzuhalten."

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) hat im Anschluss daran in ihrer „Brühler Empfehlung" vom 27. Oktober 2008 das theologische Grundverständnis des Tags der Schöpfung ökumenisch dargestellt und zu einer gemeinsamen Feier ermutigt. Die Fachtagung der ACK am 7./8. September 2009 in Mainz formulierte in den „Mainzer Perspektiven", wie ein gemeinsamer Tag der Schöpfung in Gottesdienst und Praxis der Kirchen umgesetzt werden kann. Dieser Beratungsprozess wurde von der Mitgliederversammlung der ACK in Deutschland am 22. Oktober 2009 in Augsburg abgeschlossen. In diesem Dokument wird u.a. der erste Freitag im September eines jeden Jahres als Termin für die Feier eines ökumenischen Tags der Schöpfung auf Bundesebene festgelegt und die Proklamation der Einführung eines ökumenischen Tags der Schöpfung auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München angekündigt. Dies geschah beim zentralen Gottesdienst am 13.5.2010 durch den Bundesvorsitzenden der ACK Deutschland, Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber. Seitdem fanden in jedem Jahr zentrale Feiern zur Eröffnung der Schöpfungszeit statt.

Weitere Informationen zur Schöpfungszeit innerhalb des Gebietes der ACK Deutschland:

https://www.oekumene-ack.de/themen/glaubenspraxis/oekumenischer-tag-der-schoepfung/2022/

www.umwelt.elk-wue.de/themen-a-z/tag-der-schoepfung
Evangelisch lutherische Kirche Württemberg (2015)
www.klimawandel-lebenswandel.de/mitmachen/schoepfungfeiern
Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (2011)

 

In der Schweiz organisiert der Verein „oeku Kirche und Umwelt" die Schöpfungszeit. Rund 600 Kirchgemeinden, kirchliche Organisationen und Einzelpersonen sind Mitglieder dieses Vereins, der 1986 gegründet wurde. Heute ist die oeku von der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) als Beratungsorgan für ökologische Fragen anerkannt. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz empfiehlt die Veranstaltungshinweise und Materialien der oeku, die diese schon seit 1993 für die Schöpfungszeit zusammenstellt.

https://oeku.ch/aktuelle-schoepfungszeit 2023: "Für das Klima hoffen heisst handeln"


Im August 2015 hat Papst Franziskus den Gedanken eines Gebetstages zur Bewahrung der Schöpfung aufgegriffen. Er habe den von den orthodoxen Christen bereits seit 1989 jeweils am 1. September begangenen Gebetstag auch für die katholische Kirche angesetzt, um so einen weiteren Beitrag zur Überwindung der ökologischen Krise zu leisten. Der Tag solle in allen Ortskirchen angemessen begangen werden und damit auch einen entsprechenden Lebensstil fördern, so der Papst. Damit führt der Papst weiter, was er in seiner Enzyklika „Laudato si" bereits aufgegriffen und in zwei Gebeten ausgedrückt hat.

http://www.domradio.de/themen/papst-franziskus/2015-08-26/papst-laedt-zum-weltgebetstag-fuer-die-bewahrung-der-schoepfung-ein

http://www.partnerschaft-freiburg-peru.de/html/media/dl.html?i=230746 (Text der Gebete)


(Der 4. Oktober ist der Gedenktag des Franz von Assisi.)